STOPPT DEN BAHNWAHN Bürgerinteressen statt Prestigeprojekt

Willkommen bei der Bürgerinitiative gegen die Reaktivierung der Bahnstrecke Aurich-Abelitz

Die Bürgerinitiative hat sich gegründet, weil viele Menschen entlang der geplanten Bahnstrecke große Sorgen um ihre Lebensqualität, ihr Eigentum und die Zukunft ihrer Wohnorte haben. Die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke für den Personenverkehr zwischen Aurich und Abelitz würde nach den bisherigen Planungen mit erheblichen Eingriffen in bestehende Wohngebiete verbunden sein.

Geplant sind unter anderem bauliche Veränderungen entlang der Strecke, mögliche Lärmschutzwände, zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen sowie eine deutlich stärkere Nutzung der Trasse. Viele Anwohner befürchten dadurch mehr Lärm, Einschränkungen ihres Wohnumfeldes und Eingriffe in private Grundstücke.

Unsere Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen. Wir möchten über die tatsächlichen Auswirkungen des Projekts informieren, eine offene und ehrliche Diskussion anstoßen und darauf hinwirken, dass die Belange der Anwohner ernst genommen werden.

Unser Ziel ist es, eine ausgewogene, transparente und bürgernahe Entscheidung zu erreichen – bei der Lebensqualität, Eigentumsrechte und die Zukunft unserer Gemeinden nicht übergangen werden.

Auf dieser Seite informieren wir über Hintergründe, Planungen, aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten, wie sich Bürgerinnen und Bürger einbringen können. Gemeinsam möchten wir eine starke Stimme für die Menschen entlang der Strecke sein.

15 kritische Punkte aus der Machbarkeitsstudie

Viele offene Fragen – und erhebliche Auswirkungen für die Region

Die Machbarkeitsstudie zur Bahnreaktivierung Aurich–Abelitz zeigt, dass dieses Projekt weitreichende Folgen für Anwohner, Grundstückseigentümer und die Infrastruktur der Region haben kann. Von der Schließung von Bahnübergängen über neue Straßen und zusätzliche Flächenversiegelung bis hin zu Lärmschutzmaßnahmen und hohen langfristigen Kosten – viele Aspekte werden in der öffentlichen Diskussion bisher nur am Rande erwähnt.

Die folgenden Punkte fassen zentrale Erkenntnisse aus den Gutachten zusammen und zeigen, warum viele Bürger diesem Projekt kritisch gegenüberstehen.

Massiver Rückbau der bestehenden Bahnübergänge

58 von 73 Bahnübergängen sollen geschlossen werden.

Laut Machbarkeitsstudie existieren entlang der Strecke derzeit 73 Bahnübergänge, von denen 58 vollständig aufgehoben werden sollen. Übrig bleiben nur noch 15 Querungen. Dadurch werden viele direkte Wegebeziehungen für Anwohner, Landwirtschaft und Gewerbe unterbrochen.

Risiko für Entwässerung und Starkregenprobleme

Gerade in Moordorf besteht bereits heute ein Entwässerungsproblem.

Neue Straßen, Bahnsteige und Infrastruktur erhöhen die versiegelte Fläche. In Regionen wie Moordorf, wo bereits bei Starkregen regelmäßig Wasserprobleme auftreten, kann dies die Situation deutlich verschärfen.

Enteignungen können nicht ausgeschlossen werden

Private Grundstücke könnten betroffen sein.

Die Studie weist ausdrücklich darauf hin, dass für Baumaßnahmen Grundstücke Dritter beansprucht werden müssen. Wenn keine freiwillige Einigung erfolgt, sind im Planfeststellungsverfahren auch Enteignungen möglich.

Millioneninvestitionen allein für Lärmschutz

Schallschutz verursacht zusätzliche Kosten in Millionenhöhe.

Die Studie nennt allein für Schallschutzwände folgende Kostenbereiche:

  • Georgsheil: 2,0 – 2,5 Mio. €

  • Moordorf: 3,6 – 6,6 Mio. €

  • Aurich: 2,1 – 3,0 Mio. €

Hinzu kommen passive Schutzmaßnahmen an Gebäuden.

Fördergelder gelten nur für einen begrenzten Zeitraum

Der Betrieb wird langfristig teuer.

Die Finanzierung basiert stark auf Fördermitteln (bis zu 90 % der Infrastrukturkosten). Doch diese gelten nur für eine bestimmte Zeit. Danach müssen Betrieb und Infrastruktur dauerhaft finanziert werden.

Neue Straßen und Umwege durch geschlossene Bahnübergänge

Schließungen führen zu neuen Straßenverbindungen.

Durch den Wegfall vieler Bahnübergänge müssen neue Wirtschaftswege, Zufahrten und Umleitungsstrecken gebaut werden, um Grundstücke weiterhin erreichbar zu machen. Das bedeutet neue Verkehrsflächen und längere Wege für Anwohner und landwirtschaftliche Betriebe.

Verbreiterung der Bundesstraße B72

Bahnreaktivierung führt zu Umbauten der Bundesstraße.

An vielen Bahnübergängen müssen separate Abbiegespuren (3,25 m bis 3,75 m Breite) gebaut werden. Dadurch wird die Bundesstraße teilweise verbreitert und angrenzende Flächen werden zusätzlich beansprucht.

Hohe Lärmbelastung für Anwohner

Lärmwerte steigen deutlich an.

Die schalltechnische Untersuchung zeigt prognostizierte Werte von bis zu 74 dB(A) entlang der Strecke im Prognosefall. Damit entstehen teilweise Lärmbelastungen, die Schutzmaßnahmen erforderlich machen.

Umbauten an Gebäuden möglich

Passiver Schallschutz bedeutet Eingriffe an Häusern.

Wenn aktive Maßnahmen nicht ausreichen, müssen Gebäude mit schallgedämmten Fenstern, Lüftungen oder baulichen Veränderungen ausgestattet werden.

Risiko steigender Kosten für den Landkreis

Langfristig könnten Kommunen zur Kasse gebeten werden.

Wenn Förderprogramme auslaufen oder Kosten steigen, kann der Landkreis über die Kreisumlage zusätzliche Mittel von Städten und Gemeinden verlangen – auch von Kommunen, die keinen direkten Nutzen aus der Bahn haben.

Zusätzliche Flächenversiegelung

Neue Straßen und Umbauten führen zu mehr Bodenversiegelung.

Die Studie beschreibt neue Erschließungswege (z. B. 3 m bis 5,5 m Breite) sowie Straßenanpassungen entlang der Strecke. Diese Maßnahmen führen zu zusätzlicher Versiegelung von Flächen und verändern die Landschaft dauerhaft.

Verschiebung der Bahntrasse

Die Bahnlinie soll teilweise neu verlegt werden.

In einigen Abschnitten wird laut Studie eine Verschiebung der Trasse nach Norden notwendig, um die erforderlichen Sicherheitsabstände einzuhalten. Dies kann zusätzliche Eingriffe in Grundstücke und Flächen bedeuten.

Lange Schallschutzwände entlang der Strecke

Große Lärmschutzanlagen verändern das Ortsbild.

Die Studie sieht Schallschutzwände mit Höhen von 2 m bis 4 m vor, teilweise direkt entlang der Wohnbebauung. Diese können das Ortsbild erheblich verändern und wirken wie eine bauliche Barriere im Ort.

Baukosten von fast 90 Millionen Euro

Die Reaktivierung ist ein sehr teures Infrastrukturprojekt.

Die Machbarkeitsstudie nennt für die Vorzugsvariante ca. 87,9 Mio. € Baukosten. Selbst ohne Querung des Wallster Weges liegen die Kosten noch bei rund 85,8 Mio. €

Sehr optimistische Fahrgastprognosen

Die Studie erwartet über 4.000 zusätzliche Fahrgäste täglich.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft geht von 4.135 zusätzlichen Fahrgästen pro Tag aus. Ob diese Zahlen tatsächlich erreicht werden, bleibt jedoch unsicher und ist Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Vier Zahlen, die zeigen, wie groß der Eingriff wirklich ist.

90

Millionen Baukosten aus heutiger Sicht

58

Bahnübergänge werden geschlossen

4

Meter hohe Schallschutz-wände

30

neue Straßen- und Wegebaumaß-nahmen

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